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	<description>Schüleraustausch Lateinamerika – Deutschland</description>
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	<title>Amigos de la Cultura</title>
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		<title>Eine wunderschöne und bereichernde Erfahrung</title>
		<link>https://amigos-cultura.de/2026/10/08/eine-wunderschoene-und-bereichernde-erfahrung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[webfreunde]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Oct 2026 14:38:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir sind mittlerweile schon zum 3. Mal Gasteltern für großartige Kinder über den Verein Amigos de la Cultura und jedes Mal aufs Neue begeistert. Diese Erfahrungen sind für unsere ganze Familie etwas ganz Besonderes. Es ist wunderschön, einem Kind für eine gewisse Zeit ein Zuhause zu geben, gemeinsam den Alltag zu erleben und dabei die...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir sind mittlerweile schon zum 3. Mal Gasteltern für großartige Kinder über den Verein Amigos de la Cultura und jedes Mal aufs Neue begeistert.</p>
<p>Diese Erfahrungen sind für unsere ganze Familie etwas ganz Besonderes. Es ist wunderschön, einem Kind für eine gewisse Zeit ein Zuhause zu geben, gemeinsam den Alltag zu erleben und dabei die eigene Kultur, unser Land und unsere Lebensweise zu zeigen und zu teilen.</p>
<p>Was uns besonders berührt: Aus den Begegnungen sind echte Verbindungen entstanden. Bis heute stehen wir mit den Eltern in Kontakt und haben daraus sogar Freundschaften entwickelt. Das zeigt für uns, wie nachhaltig und wertvoll dieser kulturelle Austausch sein kann.</p>
<p>Wir sind sehr dankbar für diese tollen Erfahrungen und die vielen schönen gemeinsamen Erinnerungen. Wer die Möglichkeit hat, Gastfamilie zu werden, dem können wir es von Herzen empfehlen. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2764.png" alt="❤" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Danke an Amigos de la Cultura für diese wunderbare Möglichkeit und die wertvolle Arbeit und liebevolle Betreuung.</p>
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		<title>Der Abschied war schmerzhaft</title>
		<link>https://amigos-cultura.de/2026/09/24/grosse-hilfe-in-corona-zeiten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[webfreunde]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 15:24:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zu Beginn der Winterferien nahmen wir alle ganz aufgeregt (mit einem selbstgebastelten Willkommensplakat) unser Gastkind Andrea Isabella in Empfang und wussten alle nicht so recht, was uns erwartet… In den ersten Tagen und Wochen waren Kommunikations- bzw. Verständnisprobleme und die leicht angespannte, verklemmte Stimmung aufgrund des völlig Neuen und Unbekannten unsere größten Plagegeister. Wir sprachen...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Zu Beginn der Winterferien nahmen wir alle ganz aufgeregt (mit einem selbstgebastelten Willkommensplakat) unser Gastkind Andrea Isabella in Empfang und wussten alle nicht so recht, was uns erwartet…</p>
<p>In den ersten Tagen und Wochen waren Kommunikations- bzw. Verständnisprobleme und die leicht angespannte, verklemmte Stimmung aufgrund des völlig Neuen und Unbekannten unsere größten Plagegeister. Wir sprachen oft zu schnell und zu sehr in unserem sächsischen Dialekt, sodass Andrea uns oft nicht verstand. Problematisch war in der Situation allerdings, dass sie sich nicht getraut hat, uns dies mitzuteilen und meistens bestätigt und abgenickt hat, was wir gesagt haben, aber uns -wie sich dann herausstellte- oft nicht verstand. Außerdem war da noch das Heimweh…</p>
<p>In den ersten Tagen und der ersten Woche war es am schlimmsten. Andrea schien bewusst geworden zu sein, wie lang knappe fünf Monate doch sind und wie weit weg sie nun von zu Hause ist. Wir gaben unser bestes um Andrea mit Expeditionen durch Dresden, gemeinsamen Spiele- oder Filmabenden etc. vom Heimweh abzulenken. Es gelang.</p>
<p>Nach den ersten Schulwochen, in denen Andrea ein wenig Zeit hatte sich in ihrer Klasse und der Stadt ein wenig einzufinden, machte Covid-19 uns einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Home-Schooling war angesagt. Auch hier mussten wir beide erst einmal einen gemeinsamen Rhythmus finden. Mit der Zeit gelang es uns gut den Tag gemeinsam mit den zu erledigenden Schulsachen zu meistern. Andrea war mir in dieser Zeit eine sehr große Hilfe, in dem sie mich motiviert und somit immer wieder dazu gebracht hat, weiter zu machen und mich nicht ablenken zu lassen. Dann kam die Zeit, in der wir ab und zu wieder in die Schule sollten. Die Klassen wurden in je 2 Gruppen aufgeteilt und sollten jeden 2. Tag abwechselnd in die Schule gehen. Es gab die Gruppen 1 und 2. Andrea und ich waren ungünstiger weise in 2 verschiedenen Gruppen und gingen somit immer in die Schule, wenn die andere zu Hause blieb. Aber auch das meisterten wir.</p>
<p>Mit der Zeit entwickelten wir einen gemeinsamen Handshake, dachten uns eine eigene Tanzchoreographie aus, mit der wir dann bei einem Wettbewerb gewannen und Andrea wurde wie eine Schwester für mich. Natürlich rückte der Abschied immer näher, auch wenn wir nicht genau wussten, ob aufgrund Corona der Flug geht oder zeitlich verschoben wird. Der Abschied war schmerzhaft. Andrea war mittlerweile ein neues vollwertiges Mitglied unserer Familie geworden. Und eine Schwester für mich. Noch heute telefonieren wir miteinander und schauen gemeinsam die Folgen unserer gemeinsam entdeckten Lieblingsserie.</p>
<p><strong>Ella, Gastschwester von Andrea aus Kolumbien</strong></p>
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		<title>Freunde für das ganze Leben</title>
		<link>https://amigos-cultura.de/2026/09/24/ein-zweites-kind-fuer-uns/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[webfreunde]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 15:24:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Von Mitte September 2019 bis Ende Dezember 2019 haben wir Joao aus Bolivien bei uns aufgenommen. Was aus einer Bewerbung über die Schule entstand, entwickelte sich schnell zu einer Freundschaft. Joao hat sich unglaublich schnell in unser Familienleben integriert, wurde ein zweites Kind für uns! Die Schule zu meistern war kein Problem für ihn –...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Von Mitte September 2019 bis Ende Dezember 2019 haben wir Joao aus Bolivien bei uns aufgenommen. Was aus einer Bewerbung über die Schule entstand, entwickelte sich schnell zu einer Freundschaft. Joao hat sich unglaublich schnell in unser Familienleben integriert, wurde ein zweites Kind für uns!</p>
<p>Die Schule zu meistern war kein Problem für ihn – besonders im Spanischunterricht entwickelte er sich schnell zum Assistenten der Lehrerin… Projekte und Hausaufgaben? Machten zu zweit oder in der Gruppe gleich noch mehr Spaß! Ferien an der Nordsee? Die fassungslosen Augen, als die Ebbe kam… welch ein Spaß! Ausflüge, Sportevents sowie Geburtstags- und Familienfeiern? Alles überhaupt kein Problem mit einem „fremden“ Kind! Im Gegenteil! Bei jedem Anlass war es auch für uns als Gastfamilie interessant zu hören, wie unterschiedlich Deutschland und Bolivien gewisse Dinge gestalten/handhaben oder feiern.</p>
<p>Würden wir es wieder machen? Auf jeden Fall!! Wenn Corona nicht die Welt in Beschlag genommen hätte, dann wäre unser Sohn schon aufgebrochen, um Joao in Bolivien zu besuchen… Freunde fürs Leben! Eine unvergessliche Erfahrung!</p>
<p><strong>Familie P., Gastfamilie von João aus Bolivien</strong></p>
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		<title>Freundin für unsere Tochter</title>
		<link>https://amigos-cultura.de/2026/09/24/freundin-fuer-unsere-tochter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[webfreunde]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 15:24:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Natalia war für ca. vier Monate in unserer Familie. Sie besuchte mit unserer jüngsten Tochter Marit dieselbe Klasse im Gymnasium im Nachbarort. Anfangs war Natalia noch recht unsicher und zurückhaltend. Recht bald hatte sie sich aber eingelebt und die Verständigung wurde immer besser. Mit der Zeit entwickelte sich auch eine Freundschaft zwischen ihr und unserer...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Natalia war für ca. vier Monate in unserer Familie. Sie besuchte mit unserer jüngsten Tochter Marit dieselbe Klasse im Gymnasium im Nachbarort. Anfangs war Natalia noch recht unsicher und zurückhaltend. Recht bald hatte sie sich aber eingelebt und die Verständigung wurde immer besser. Mit der Zeit entwickelte sich auch eine Freundschaft zwischen ihr und unserer Marit. Die beiden Mädchen fanden stets Möglichkeiten, über die immer geringer werdenden Sprachbarrieren hinweg, sich die Dinge gegenseitig mitzuteilen, die ihnen wichtig waren.</p>
<p>Natalia fügte sich von Anfang an sehr unkompliziert in unsere familiären Abläufe mit ein, obwohl manches für sie anfangs ungewohnt war. An unserer täglichen Feierabend Tea Time nahm Natalia immer teil. Bevor es an Hausaufgaben und Erledigungen geht, trinken alle noch zusammen einen Tee und erzählen von den Erlebnissen in Schule und Arbeit. Natalia nahm unsere meist fröhliche Familienatmosphäre positiv wahr und verstand allmählich auch unseren familieninternen Humor. Besonders meiner Frau gelang es immer wieder, manchmal durch gezielte Fragen, dass auch Natalia von ihren Erlebnissen erzählte. Sie berichtete viel von ihrer Heimat und ihrem Alltag in Bolivien. Dabei wurde uns deutlich, dass für sie nicht unbedingt der Unterschied zwischen Bolivien und Deutschland die größte Umstellung bedeutet hat, sondern wohl eher der Unterschied zwischen Großstadt und ländlicher Provinz.</p>
<p>Natalia hat sich aber nie beschwert, dass bei uns zu wenig los sei. Die Gelegenheit, eine Mitschülerin in Köln zu besuchen, hat sie dann aber doch mit großer Freude genutzt. Aber auch bei Unternehmungen unserer Familie war sie mit Freude dabei, z.B. Besuch im Leipziger Zoo, Herbstwanderung auf den Löbauer Berg, Kinobesuch, Filmabende, Besuch im Schmetterlingshaus. Advents-Schoppen in Bautzen und Familienfeiern. Auch an den Gottesdiensten und Jugendstunden in unserer freikirchlichen Gemeinde nahm Natalia wie selbstverständlich teil, war bei Spielabenden dabei und fuhr mit zu Jugendkonferenzen. Dadurch ergaben sich für sie viele zusätzliche Kontakte zu jungen Leuten. Ein Höhepunkt ihres Aufenthaltes war wohl auch der Besuch ihres Vaters, der auf Dienstreise nach Deutschland kam.</p>
<p>Wir freuen uns, wenn wir Natalia einige schöne Monate in Deutschland ermöglichen konnten, ihr helfen konnten, sicherer Deutsch zu sprechen und zu verstehen und wenn sie viele positive Eindrücke mit nach Hause genommen hat. Es war eine schöne und interessante Zeit – auch für unsere Familie.</p>
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		<title>Sie ist uns ans Herz gewachsen</title>
		<link>https://amigos-cultura.de/2026/09/24/sie-ist-uns-ans-herz-gewachsen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[webfreunde]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 15:24:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachdem wir uns entschlossen hatten, uns am Schüleraustausch zu beteiligen, hatten wir viel Kontakt mit Maria und Franz von Amigos de la Cultura. Auch ein vorab Hausbesuch bei uns zuhause gehörte dazu. So konnten all unsere Fragen im Vorfeld geklärt werden. Gleichzeitig erhielten wir einige Informationen und Unterlagen für uns. Dann stand es fest, es...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem wir uns entschlossen hatten, uns am Schüleraustausch zu beteiligen, hatten wir viel Kontakt mit Maria und Franz von Amigos de la Cultura. Auch ein vorab Hausbesuch bei uns zuhause gehörte dazu. So konnten all unsere Fragen im Vorfeld geklärt werden. Gleichzeitig erhielten wir einige Informationen und Unterlagen für uns.</p>
<p>Dann stand es fest, es geht los. Die Aufregung stieg, der Ablauf wurde komplett geplant. Wir durften dann unsere Valentina abholen und Maria übergab sie uns. Somit bestand selbst hier nochmal Kontakt. Für uns passte es von Anfang an perfekt. Die beiden Mädels verstanden sich perfekt. Jeden Tag wuchsen sie mehr als Schwestern zusammen. Unsere Austauschschülern Valentina hat sich vom ersten Tag an in unsere Familie integriert. Vom ersten Tag an hatten wir ein gutes Gefühl. Wir besprachen mit ihr Abläufe des Schulalltages, sie beteiligte sich am Haushalt und besuchte mit uns Familienfeiern. Von allen wurde ihre Herzlichkeit geliebt und sie wuchs vielen Menschen ans Herz. Wir lebten weiterhin unseres Normales Leben, eben nur mit einem Kind mehr!</p>
<p>Wir konnten eine völlig neue Kultur kennenlernen, viel über ein Fremdes Land und die Familie dort kennenlernen. Zur Familie in Bolivien hatten wir einen immer engeren Kontakt und einen guten Austausch. Zur Mitte des Austausches kam dann sogar die Mama der Austauschschülerin zu Besuch nah Deutschland. Es war einfach wunderschön auch einen Teil der Familie persönlich kennenzulernen. Für uns wurde dann bolivianisch gekocht und als Dank gab es traditionelle Geschenke. Die Herzlichkeit unserer Tauschfamilie war einfach der Hammer.</p>
<p>Mit unserer Austauschschülerin wuchsen wir als Familie zusammen und sie bezeichnet uns als ihre zweite Familie, ihre Schwester und ihren kleinen Bruder. Es war eine wundervolle Zeit, die wir beim Abschied gerne angehalten hätten. Seitdem halten wir den Kontakt und freuen uns auf ein Wiedersehen in Bolivien! Wir bereuen es nicht, diesen Schritt gemacht zu haben und uns auf das Thema Schüleraustausch eingelassen haben. Wir können es nur empfehlen.</p>
<p><strong>Familie M., Gastfamilie von Valentina aus Bolivien</strong></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Unseren Blickwinkel erweitert</title>
		<link>https://amigos-cultura.de/2026/09/24/viel-von-und-miteinander-gelernt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[webfreunde]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 15:24:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie alles begann… Vor etwa einem Jahr fragte uns ein Bekannter, ob wir uns vorstellen könnten, für ein paar Monate eine bolivianische Gastschülerin in unserer Familie aufzunehmen. Prinzipiell konnten wir uns schnell mit dem Gedanken anfreunden. Dennoch kamen einige Fragen für uns auf, die wir vorab geklärt haben wollten, z.B.: Was ist, wenn das Mädchen...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Wie alles begann…</h3>
<p>Vor etwa einem Jahr fragte uns ein Bekannter, ob wir uns vorstellen könnten, für ein paar Monate eine bolivianische Gastschülerin in unserer Familie aufzunehmen. Prinzipiell konnten wir uns schnell mit dem Gedanken anfreunden. Dennoch kamen einige Fragen für uns auf, die wir vorab geklärt haben wollten, z.B.:</p>
<p>Was ist, wenn das Mädchen ernsthaft erkrankt?<br />Was, wenn sie einen Haftpflichtschaden verursacht?<br />Inwieweit sind wir für sie haftbar?<br />Was tun wir, falls sie nicht wieder nach Hause möchte?<br />Welche Kosten entstehen uns überhaupt?<br />Gibt es einen Ansprechpartner, falls sie von Heimweh geplagt wird oder bei sonstigen Problemen?</p>
<p>Alle diese Fragen konnten wir vorab mit den Ansprechpartnern von Amigos de la Cultura klären. So erfuhren wir, dass der Verein eine Kranken- und Haftpflichtversicherung abgeschlossen hatte. Die hiesige Schule kam uns entgegen, indem sie uns das Schulgeld erließ und der Förderverein der Schule die Kosten für das Busticket übernahm. Ansonsten bereiteten wir uns darauf vor, einfach ein Kind mehr zu haben – auch hinsichtlich Kost und Logis. Und so beschlossen wir, uns mit einem gesunden Optimismus auf das Abenteuer einzulassen.</p>
<h3>Die Vorbereitungen</h3>
<p>Bald gab es erste Kontakte zu Andrea und ihrer Familie per E-Mail. Andrea und unsere Tochter lernten sich aus der Ferne kennen, indem sie von sich erzählten und Fotos hin- und her schickten. Für unsere Familie hieß es noch, das Zimmer vorzubereiten. Die Renovierungsarbeiten fielen wegen baulicher Überraschungen umfangreicher aus als geplant. Aber 3 Tage vor Andrea’s Ankunft war das „Gastzimmer auf Zeit“ fertig.</p>
<h3>Ankunft/ erste Tage</h3>
<p>Von den Betreuern von Amigos de la Cultura wurde Andrea am Flughafen abgeholt und bekam erste landesspezifische und touristische Eindrücke vermittelt. Einen Tag später holten wir sie in Görlitz ab. Es war eine herzliche Begrüßung, als ob sich alte Freunde treffen würden. Wir hatten den Eindruck, dass Andrea unsere Sprache gut verstehen würde, und erzählten ihr eine Menge über unseren Ort und unsere Familie. Am Nachmittag nahmen wir sie gleich mit zu einem Fest in unserer Kirchgemeinde. Bei all unserem Eifer hatten wir völlig vergessen, dass Andrea mächtig mit dem Jetlag zu tun hatte und für sie plötzlich Tag und Nacht Kopf standen. Zum Glück sagte sie uns irgendwann, dass sie einfach schrecklich müde sei.</p>
<p>Am nächsten Tag, dem ersten Schultag, begleitete ich sie mit zur Schule, stellte sie der Klasse und den Lehrern vor und bat die Klasse, in einem guten Hochdeutsch und vor allem langsam mit ihr und untereinander zu sprechen, damit sie den Gesprächen folgen und daran teil haben könne. Unsere Tochter übernahm quasi das Patenamt, zeigte ihr in der Schule alles und begleitete sie</p>
<p>So begann der Alltag. Für uns etwas ungewöhnlich war, dass Andrea immer nur dann in den familiären Wohnbereich kam, wenn sie gerufen wurde und dass sie nach den Mahlzeiten sofort wieder in ihr Zimmer ging. Wir versuchten immer wieder, sie in alle familiären Aktivitäten einzubeziehen. Dabei merkten wir mit der Zeit, dass die Sprachbarriere doch größer war als zunächst vermutet. So fragte unsere Tochter dann oft gerade heraus. „Hast du das verstanden?“ Und Andrea fragte mehr und mehr nach, wenn sie dies oder das eben nicht verstanden hatte.</p>
<h3>Der Alltag</h3>
<p>Die ersten Wochen vergingen wie im Flug. Andrea kompensierte das zeitige Aufstehen an Schultagen mit einem Nachmittagsschläfchen nach ihrer Rückkehr aus der Schule. Sie fragte oft nach deutschen Bezeichnungen für alles mögliche. Nach zwei Wochen ergab sich eine ausgiebige Plauderstunde für uns zwei, bei der sie mir einiges von ihrer Familie erzählte und mir strahlend berichtete, dass ihre (= die Gast-) Klasse super sei und fast alle Mitschüler schon ihre Freunde sind. Das war für uns bald deutlich zu spüren, in dem fast täglich jemand aus der Klasse zu Besuch kam. Dabei hatte sich nebenher eingeschlichen, dass man sich der Einfachheit halber englisch unterhielt. Ich habe die Mitschüler mehrfach darauf hingewiesen, dass dies nicht Zweck des Aufenthaltes von Andrea in Deutschland ist, sondern dass sie die Deutschkenntnisse während ihres Aufenthaltes hier vertiefen möchte. Beim Punkt „Übernachten“ mussten wir dann ein deutliches Wort sprechen, was Andrea jedoch ohne Murren akzeptierte.</p>
<p>Mehr und mehr nahm Andrea auch an unserem Familienleben und an Familienfesten teil. Vom Schulalltag berichtete sie immer wieder, dass sie in einigen Fächern dem Unterricht nicht folgen könne. Das machte es natürlich auch den Lehrern nicht leicht. Die Fächer, welche auch in ihrer Heimatschule in deutscher Sprache unterrichtet werden, bereiteten ihr weniger Probleme. Andrea wurde im Laufe der Zeit immer selbstständiger. Sie fuhr allein mit öffentlichen Verkehrsmitteln, traf sich mit Freunden usw. Hier mussten wir ihr dann einige Regeln mit auf den Weg geben, wie z.B. immer ein Personaldokument mit zu führen, uns Bescheid zu sagen, wo sie sei und wann sie zurück komme und nach 22 Uhr nicht ohne erwachsene Begleitung in der Öffentlichkeit zu sein. Wir erläuterten ihr die gesetzlichen Bestimmungen und Hintergründe unserer Anweisungen, und sie befolgte sie künftig. Inzwischen bediente Andrea allein die Waschmaschine und den Geschirrspüler. Wenn sie einkaufen ging fragte sie, ob sie für uns etwas mitbringen solle. Wir hatten gelernt, dass sie andere Essgewohnheiten hatte als wir und versuchten, ihr so gut es ging entgegen zu kommen.</p>
<h3>Die letzten Wochen</h3>
<p>Etwa ab Beginn der Weihnachtsferien verbrachten Andrea und unsere Tochter sehr viel Zeit miteinander. Inzwischen waren sie fast wie Schwestern zueinander, plauderten über alles mögliche miteinander u.v.m. Irgendwann gab es den ersten Schnee. Das musste Andrea gleich begeistert ihrem kleinen Bruder mitteilen. Und dann gingen die Mädchen einen Schneemann bauen. Andrea hatte sichtlich Freude daran. In den letzten Wochen machte Andrea viele Erinnerungsfotos von Freunden und unserer Familie. Kurz vor ihrer Abreise konnte sie sogar noch ein neugeborenes Familienmitglied in der Klinik mit besuchen.</p>
<h3>Abschied</h3>
<p>Kurz vor der Heimreise kaufte Andrea eine Menge Geschenke für ihre Familie. Letzten Endes waren die Koffer zu schwer, und einige persönliche Dinge wurden kurzerhand an unsere Tochter weiter gegeben. Auf dem Weg zum Flughafen meinte Andrea, nun habe sie zwei Familien – eine in Bolivien und eine in Deutschland. Ein größeres Lob konnte sie uns wohl kaum sagen. Auch uns war sie fast wie ein eigenes Kind ans Herz gewachsen. Insofern war der Abschied am Flughafen nicht leicht.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Rückblickend können wir sagen, es war für uns alle eine Zeit mit vielen interessanten Erfahrungen, die oft auch unseren Blickwinkel erweiterte. Andrea und wir haben voneinander und miteinander viel gelernt und gegenseitig ein Stück weit unsere Kulturen kennen gelernt. Wir denken, dass Deutschland ausländischen Gastschülern viele Möglichkeiten bietet. Andrea hat mit unserem ländlichen Lebensraum einen totalen Kontrast zu ihrer Heimatgroßstadt erlebt. Dadurch konnte sie sehr selbstständig werden. Andrea ist uns mit ihrer fröhlichen, unbekümmerten Art sehr ans Herz gewachsen. Wir hoffen, dass sie ihren Wunsch erfüllen kann, später einmal in Deutschland zu studieren. Und vielleicht hat ihr die hiesige Hochschule, die sie kennen lernte, so gut gefallen, dass es sie tatsächlich wieder hier her zieht… wir würden uns über ein Wiedersehen freuen und wünschen ihr und ihrer Familie alles Gute. Wir sind dankbar, dass ihre Eltern uns Andrea anvertraut haben und möchten die gemeinsame Zeit mit ihr nicht missen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Abenteuer für unsere Familie</title>
		<link>https://amigos-cultura.de/2026/09/24/ein-abenteuer-fuer-unsere-familie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[webfreunde]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 15:24:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unsere bolivianische Gastschülerin Ana Victoria ist ein Jahr mit unserer Tochter in die gleiche Klasse gegangen. Heute sind die Mädels, wie Schwestern und Ana gehört zu unserer Familie. Trotzdem war nicht immer alles heiter Sonnenschein. Wenn man sich entschließt ein Kind für solange Zeit auf zu nehmen, bringt die Veränderung mit sich. Es sind Kinder...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Unsere bolivianische Gastschülerin Ana Victoria ist ein Jahr mit unserer Tochter in die gleiche Klasse gegangen. Heute sind die Mädels, wie Schwestern und Ana gehört zu unserer Familie. Trotzdem war nicht immer alles heiter Sonnenschein. Wenn man sich entschließt ein Kind für solange Zeit auf zu nehmen, bringt die Veränderung mit sich. Es sind Kinder aus einem anderen Kulturkreis und aus einem anderen Klima. Darüber muss man sich klar sein. Das war eine große Herausforderung, aber als erst einmal klar war, lief es gut.</p>
<p>Wir haben Ana viel von unserem Land gezeigt, ihr unsere Literatur und Kultur näher gebracht und ihr stets und ständig geholfen ihr Deutsch zu verbessern. Denn das ist der Sinn dieses Aufenthalts. Ostern, Weihnachten, Geburtstag, Pfingsten alles das war, so wie wir es in Deutschland feiern sehr interessant für Ana und auch für uns, wenn wir sie dabei beobachten konnten wie sie unsere Welt entdeckt. Ana will wieder kommen und vielleicht auch hier studieren, uns ist sie willkommen.</p>
<p>Eine Anmerkung noch, wer ein Babysitter für seine eigenen Kinder braucht oder einen Spielkameraden, der ist hier falsch. Für alle anderen ist es eine tolle Erfahrung.</p>
<p><strong>Familie M., Gastfamilie von Ana Victoria aus Bolivien</strong></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Meine Gasttöchter in Bolivien</title>
		<link>https://amigos-cultura.de/2026/09/24/gegenbesuch-in-bolivien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[webfreunde]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 15:24:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://b13nk0k.myrdbx.io/?p=196</guid>

					<description><![CDATA[<p>Irgendwann am Ende des Jahres 2014 stolperte ich in unserer Tageszeitung über eine Anzeige von Amigos de la Cultura. Es werden Gasteltern gesucht, Gasteltern für Kinder einer deutschen Schule in Bolivien. Das hörte sich erstmal interessant an, irgendwie fremd und exotisch. Südamerika in unserem kleinen beschaulichen Ort. Der Familienrat wurde einberufen. Unsere zwei großen Töchter...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwann am Ende des Jahres 2014 stolperte ich in unserer Tageszeitung über eine Anzeige von Amigos de la Cultura. Es werden Gasteltern gesucht, Gasteltern für Kinder einer deutschen Schule in Bolivien. Das hörte sich erstmal interessant an, irgendwie fremd und exotisch. Südamerika in unserem kleinen beschaulichen Ort. Der Familienrat wurde einberufen. Unsere zwei großen Töchter waren schon außer Haus und mit dem studieren beschäftigt. Sie sind in den zurückliegenden Jahren sehr viel in der Welt rumgereist und die Welt hat sie mit offenen Armen empfangen. Also, warum nicht wir auch die Welt?</p>
<p>Unsere Tochter nach Rat fragend (sie hat in Kolumbien studiert) meinte, dass wir uns das doch noch mal reichlich überlegen sollten. Unser kleines Dorf, so abgelegen. Die pünktlichen Busse in die Stadt (allerdings auch nur 3 am Tag), unser durchorganisiertes Leben, die andere Kultur, unser Hund, es gab irgendwie hundert Gründe, weshalb wir die Finger davonlassen sollten.</p>
<p>Aber allen Unkenrufen zum Trotz stand dann im September 2015 unser erstes Gastkind vor uns. Wir hatten jetzt nicht unbedingt ein Mädchen mit schwarzen Zöpfen, bunten Röcken und Bowlerhut erwartet, aber eine Latina mit Feuer irgendwie schon. Bekommen haben wir ein ganz ruhiges, zurückhaltendes, liebes Mädchen. Sie liebte unseren kleinen Ort, verpasste keine Busse, war organisiert und mochte unseren Hund. Natürlich brauchten wir alle etwas Zeit um eine Familie zu werden, es gab gute und auch schlechte Tage, wie überall. Aber am Ende dieser 4 Monate hatten wir eine Tochter mehr, eine interessante Zeit hinter uns und viele Tränen beim Abschied vergossen.</p>
<p>Einmal auf den Geschmack gekommen, sind wir ein Jahr später zum Wiederholungstäter geworden, nun aber für ein halbes Jahr. Es stand wieder keine Cholita am Bahnhof, sondern eine blonde Schönheit mit blauen Augen, aber mit dem Feuer der Südamerikaner. Nun ja, Pünktlichkeit ade, Organisation so la la, die Reiseideen reichten dafür für eine ganze Weltreise. Aber den Spaß, den wir zusammen hatten, ob bei unserem Campingurlaub mit Wohnwagen nach Kroatien, eine Fahrradtour bei gefühlten 50 Grad ohne Wasser oder dem Silvester in London, bleibt unvergesslich. Nun wurde der bolivianische Teil unserer Familie immer größer, zumal noch einige Freundinnen zu Besuch kamen, die wir auch alle in unser Herz geschlossen haben. Wieder gab es einen tränenreichen Abschied und ein Versprechen, dass wir uns wiedersehen.</p>
<p>2017 kam dann die Einladung von den Eltern unserer ersten Gasttochter. Die Abschlussfeier stand bevor und wir wurden zu diesem Ereignis herzlich eingeladen. Da wir selbständig sind, die Urlaubsplanung für das Jahr schon abgeschlossen war und die Arbeit nicht einfach liegen bleiben konnte, machte ich mich alleine auf den Weg um unsere Familie dort würdig zu vertreten. Unterdessen liefen in Bolivien die Vorbereitungen auf Hochtouren, als käme da ein Staatsbesuch, Die Familien unserer Gasttöchter taten sich zusammen und organisierten was das Zeug hält.</p>
<p>Nach einem wirklich anstrengenden Flug holten mich die Mütter vom Flughafen ab. Trotz meines rudimentären spanisch lief die Unterhaltung gut. Die Mädels hatten den letzten Schultag und ich konnte sie erst am Mittag in die Arme nehmen. Es ist in Bolivien üblich, dass sich die Familie zum Mittagessen zu Hause trifft. Ich war nun erst ein paar Stunden da, war aber am Mittagstisch schon Teil dieser wunderbaren Familien. Ob bei Großeltern, Tanten, Onkels, Geschwistern, Cousins und Cousinen, ich wurde überall ganz ganz herzlich aufgenommen.</p>
<p>Die erste Woche konnte ich im Haus meiner zweiten Gasttochter verbringen. Ich habe mich gefühlt wie Gott in Frankreich. Es war wundervoll. Ich liebte die Mangos und Ananas zum Frühstück, schwimmen in den Pools, das Leben im Condominium, das Wochenende in Dollys wunderschönem Ferienhaus in Conception, die Führung durch die Konditorei bei Tortas Dolly, der Tag im Güembe Resort, die Familientreffen, einfach alles. Die erste Woche verging wie im Flug. Jeden Tag gab es eine andere Überraschung. Nach der ersten Woche haben die Familien eine Tour für meine Gasttöchter und mich organisiert zum Salar de Uyuni. Mit einer winzigen Maschine von Amazonas Airline (das alleine war schon ein Erlebnis) flogen wir nach Uyuni auf ca. 3700 Höhenmeter. Vom Flughafen holte uns unser Tourguide mit Jeep und Fahrer ab. Nach einem opulenten Frühstück mit Coca Tee verschlangen uns dann die Weiten der größten Salzwüste der Welt.</p>
<p>Ich möchte jetzt hier nicht alle Details beschreiben, kann man ja schließlich in unzähligen Reiseberichten nachlesen, aber natürlich sind wir am Cementario de Trenes auf den Eisenbahnen rumgeklettert, sind auf den höchsten Punkt der Isla del Pescado bei sengender Hitze gestiegen, haben Lamas und Guanacos gesehen, versucht das perfekte Foto zu machen und in einem Hotel geschlafen, dass komplett aus Salz gebaut wurde. Dass ich kurz höhenkrank war, möchte ich auch nicht ausführlich beschreiben, sonst werde ich noch nachträglich von zwei Damen ausgelacht.</p>
<p>Wieder in der Stadt Uyuni angekommen, überzeugte ich dann meine beiden Diven, dass wir zum Flughafen laufen. Es war wirklich nur ein Katzensprung, das Gemecker war jedoch groß, aber man muss dazu sagen, dass man in Bolivien nicht läuft, jedes kleine Stück wird mit dem eigenen Auto oder dem Taxi gefahren. Die Wartezeit auf unseren Flug haben wir uns mit einigen Runden Mau-Mau verkürzt, das ist das Standardspiel bei uns zu Hause und jeder tritt die Rückreise nach Bolivien mit diesen Karten an. Der Rückflug war übrigens auch lustig, wir waren 5 Leute in der Maschine, also mit Pilot und Co 7 Mann, eine Tür zum Cockpit gibt es nicht und der Pilot hatte eine Landkarte vor sich liegen, musste aber die Taschenlampe benutzen um die zu lesen, wurde ja schon langsam dunkel. Trotz allem sind wir gut und sicher geflogen und gelandet.</p>
<p>In Santa Cruz gelandet, begann die Woche bei meiner ersten Gasttochter. Im Colegio Aleman waren wir bei der Übergabe der Diplome, sehr feierlich die ganze Geschichte mit Toga und Doktorhut, Ansprachen übrigens zweisprachig, hab ich zur Abwechslung auch mal was verstanden. Viele von den Gästen waren früher ebenfalls auf dieser Schule, also lief die Unterhaltung für mich „medio alemán.“ Mitgesungen bei der deutschen Nationalhymne habe ich gern, der Gesang bei der bolivianischen hat aber meinen übertrumpft. Ansonsten viel Glanz und Glamour. Ein Abschlussball, unvorstellbar, Kleider bei denen man sich nicht sattsehen konnte, wenn die Mädels über den roten Teppich schwebten. Es war wie ein Klassentreffen von Prinzessinnen und mittendrin die stolzen Familien und natürlich ich, als einzige Deutsche. Alle 7 Mädchen, die ich von Deutschland kannte, habe ich auf diesem Ball wiedergesehen.</p>
<p>Aber natürlich steckte noch viel mehr drin in dieser zweiten Woche. Das Wochenende verbrachten wir in einem faszinierenden Ferienhaus in Samaipata. Die Fahrt dahin war schon das reinste Abenteuer bei den Straßen und dem Verkehr. Samaipata liegt zwischen der Andengebirgskette und des bolivianischen Tieflandes, eingebettet in wunderschöne grüne Berge. Hier waren einst die Inkas zu Hause und die Ruinenstätte dieser Inkakultur. „El Fuerte de Samaipata“, ist heute ein beliebtes Ausflugsziel. Jede freie Minute habe ich in der Hängematte verbracht mit einem Traumausblick auf die Stadt und die Berge. Am Abend gab es Churrasco, übrigens sind Bolivianer Weltmeister im Grillen, also nichts für Vegetaria. Das Fleisch ist extrem lecker, alles Bio und nicht vergleichbar mit unserer Massentierhaltung. Dort sind die Tiere noch glücklich, davon konnte ich mich auch in der ersten Woche auf der Farm des Opas überzeugen.</p>
<p>Die Rückfahrt nach Santa Cruz war dann noch spannender. Es hatte in der Nacht geregnet. Die Straßen sind nicht so wirklich befestigt und durch die hoch beladenen LKW fehlt auch der Überblick nach vorn, aber wegen der verrückt fahrenden Bussen, von denen man dann nahe am Abgrund noch überholt wird, sitzt man sowieso etwas verkrampft im Auto, jedenfalls ich, was natürlich den Rest der Familie amüsierte.</p>
<p>Um meine Leser hier nicht übermäßig zu strapazieren, möchte ich nicht alle Einzelheiten im Detail beschreiben. Ich kann nur sagen, ich durfte ein wundervolles Land mit hinreißenden Menschen kennenlernen. Den letzten Abend verbrachte ich im Kreise beider Familien und war sehr glücklich über die Zeit, die ich mit ihnen verbringen konnte. Es hat an diesem Abend wie aus Kannen geschüttet, als würde Bolivien mit mir über diesen Abschied weinen. Die beiden Mädchen werden immer ein Teil unserer Familie sein, wir haben regen Kontakt und ich freu mich schon darauf, dass mein erstes Mädchen dieses Jahr in Deutschland ihr Studium beginnt.</p>
<p>Meine Geschichte endet hier. Es werden wohl aber noch viele Geschichten folgen, die uns mit den Menschen und diesem Land verbinden.</p>
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